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Silas Marner (eBook, ePUB)
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Zu der Zeit, als noch die Spinnräder in den Bauerhäusern lustig schnurrten und selbst vornehme Damen in Seide und Spitzenbesatz ihr Spinnrad von poliertem Eichenholz zum Spielzeug hatten, da sah man wohl in ländlichen Bezirken oder tief im Gebirge gewisse bleiche kleine Gestalten, die neben dem kräftigen Landvolk wie die Überbleibsel eines verdrängten Stammes aussahen. Die Schäferhunde bellten wütend, wenn so ein fremdländisch aussehender Mann vorbeikam - denn welcher Hund mag einen Menschen leiden, der unter einem schweren Packen gebückt geht? - und ohne diese geheimnisvolle Last gingen jene blassen Leute selten über Land. Den Schäfern selbst war es zwar sehr wahrscheinlich, in dem Packen sei nichts als Garn und Stücke Leinen, aber ob sich diese Weberei, so unentbehrlich sie sein mochte, ganz ohne Hilfe des Bösen betreiben ließe, das war ihnen nicht so sicher. In jener fernen Zeit hing sich der Aberglaube leicht an jeden und jedes, was überhaupt ungewöhnlich war oder auch nur selten und vorübergehend vorkam, wie die Besuche des Hausierers oder Scherenschleifers. Wo diese Herumtreiber zu Hause seien oder von wem sie stammten, wußte kein Mensch, und was konnte man sich bei jemand denken, wenn man nicht wenigstens einen kannte, der seinen Vater oder Mutter kannte?! Für die Bauern von damals war die Welt außerhalb des Bereichs ihrer unmittelbaren Anschauung etwas Unbestimmtes und geheimnisvolles; für ihren an die Scholle gefesselten Sinn war ein Wanderleben eine so unklare Vorstellung wie das Leben der Schwalben im Winter, die mit dem Frühlinge heimkehrten, und selbst wenn sich ein Fremder dauernd bei ihnen niederließ, blieb fast immer ein Rest von Mißtrauen gegen ihn bestehen, so daß es niemand überrascht hätte, wenn der Fremdling nach langer tadelloser Führung schließlich doch mit einem Verbrechen endete - zumal, falls er im Rufe stand, gescheit zu sein, oder besonders geschickt war in seinem Gewerbe. Jede Begabung, sei es im raschen Gebrauch der Zunge oder in ...

Anbieter: buecher
Stand: 03.08.2020
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Silas Marner (eBook, ePUB)
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Zu der Zeit, als noch die Spinnräder in den Bauerhäusern lustig schnurrten und selbst vornehme Damen in Seide und Spitzenbesatz ihr Spinnrad von poliertem Eichenholz zum Spielzeug hatten, da sah man wohl in ländlichen Bezirken oder tief im Gebirge gewisse bleiche kleine Gestalten, die neben dem kräftigen Landvolk wie die Überbleibsel eines verdrängten Stammes aussahen. Die Schäferhunde bellten wütend, wenn so ein fremdländisch aussehender Mann vorbeikam - denn welcher Hund mag einen Menschen leiden, der unter einem schweren Packen gebückt geht? - und ohne diese geheimnisvolle Last gingen jene blassen Leute selten über Land. Den Schäfern selbst war es zwar sehr wahrscheinlich, in dem Packen sei nichts als Garn und Stücke Leinen, aber ob sich diese Weberei, so unentbehrlich sie sein mochte, ganz ohne Hilfe des Bösen betreiben ließe, das war ihnen nicht so sicher. In jener fernen Zeit hing sich der Aberglaube leicht an jeden und jedes, was überhaupt ungewöhnlich war oder auch nur selten und vorübergehend vorkam, wie die Besuche des Hausierers oder Scherenschleifers. Wo diese Herumtreiber zu Hause seien oder von wem sie stammten, wußte kein Mensch, und was konnte man sich bei jemand denken, wenn man nicht wenigstens einen kannte, der seinen Vater oder Mutter kannte?! Für die Bauern von damals war die Welt außerhalb des Bereichs ihrer unmittelbaren Anschauung etwas Unbestimmtes und geheimnisvolles; für ihren an die Scholle gefesselten Sinn war ein Wanderleben eine so unklare Vorstellung wie das Leben der Schwalben im Winter, die mit dem Frühlinge heimkehrten, und selbst wenn sich ein Fremder dauernd bei ihnen niederließ, blieb fast immer ein Rest von Mißtrauen gegen ihn bestehen, so daß es niemand überrascht hätte, wenn der Fremdling nach langer tadelloser Führung schließlich doch mit einem Verbrechen endete - zumal, falls er im Rufe stand, gescheit zu sein, oder besonders geschickt war in seinem Gewerbe. Jede Begabung, sei es im raschen Gebrauch der Zunge oder in ...

Anbieter: buecher
Stand: 03.08.2020
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Das Glas im Altertume
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Unsere wichtigsten und ergiebigsten Fundgruben antiker Gläser sind die Grabstätten, welche mehr als profane Stellen von späteren Plünderungen bewahrt geblieben sind. Die Gläser stellen zumeist Totenbeigaben dar, da die fromme Sitte den Hinterbliebenen vorschrieb, den Verstorbenen auf der Fahrt zur Unterwelt mit Milch, Wein und Honig zur Wegzehrung, sowie mit solchen Gegenständen des Hausrates zu versehen, an welchen sein Herz zu Lebzeiten besonders hing oder die seinen Stand und Beruf kennzeichneten. Das Kind begleitete sein Spielzeug, die Frau ihr Schmuck und ihr Toilettengerät, den Arzt seine Instrumente, den Gelehrten und Beamten Schreibgerät, den Krieger mitunter die Waffen. Nur am Rhein war es bei den Legionären Sitte, sich in der Toga des römischen Bürgers bestatten zu lassen, der sie den Vorzug vor kriegerischem Schmucke gaben. Dazu kamen Öle und wohlriechende Balsame, mit welchen namentlich nach dem Aufhören der Leichenverbrennung in den Sarkophaggräbern großer Luxus getrieben wurde. Ein Teil der duftenden Flüssigkeiten wurde bereits zum Balsamieren und Übergießen des Leichnams verwendet, der Rest vor Schluß des Sarges in Fläschchen und Kannen dem Toten ins Grab gestellt. Aber auch schon bei Brandgräbern wurden Parfüms zum Besprengen der Asche reichlich verwendet und andere in Gefäßen den übrigen Beigaben hinzugefügt.Anton Kisa, der Autor dieses wundervollen Werks, erläutert sehr detailliert die Geschichte der Glases im Altertum. Er geht ausführlich auf die Antike und die alten Völker in den verschiedenen Regionen der Erde ein. Unter anderem beschreibt er die Glasarbeit in Ägypten und dem alten Orient, den antiken Glasschmuck, das Email, die Entwicklung der antiken Glasindustrie in Griechenland, Rom, Germanien und vielen weiteren Regionen, sowie eine umfangreiche Übersicht über die farbigen und farblosen Gläser, die Erfindung der Glaspfeife und verschiedene Gläser.Das vorliegende Buch ist der zweite Teil "Die Verwendung des Glases in der Antike und die gebräuchlichsten Gläserformen" seines dreiteiligen Werkes.

Anbieter: Dodax
Stand: 03.08.2020
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